5. Juni / Shitstorm: wie man provoziert und reagiert

Shitstorms provozieren ist ein Handwerk. Dahinter stehen immer mehr auch professionelle Kampagnen. Wie gehen die Initiatoren vor? Was ist beim Reagieren zu beachten? Eine Zusammenfassung der wichtigsten Erkenntnisse aus einem Referat mit dem Titel «Shitstorms for Dummies».

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Am Anlass der Zürcher PR Gesellschaft zum Thema «Vom Leserbrief zum Shitstorm» erzählten Daniel Graf, Berater bei der Online-Agentur Feinheit und Dominik Ryser, Social Media Verantwortlicher bei Mammut, packend über ihre Erfahrungen mit Shitstorms. Dominik aus Sicht eines Unternehmens, Daniel als professioneller Campaigner.

Shitstorm: der virtuelle Sitzstreik
Es sind simultane und kollektive Aktionen, um mit Social Media öffentlichen Druck zu erzeugen. Für Organisationen, die einem Entrüstungssturm ausgesetzt sind, heisst dieses Schattenboxen: man ist mit etwas konfrontiert, das man nicht kennt. Wie macht man einen Shitstorm? Die wichtigsten Erkenntnisse finden Sie auf dem Bernet-Blog.

Die Kunst des Schattenboxens
Mit wem hat man es zu tun? Wie kommt man an ihn heran? Das Thema ist sofort in der Öffentlichkeit und rollt. Der Kontrollverlust macht Angst. Eine Herausforderung für PR-Profis auf Unternehmerseite. Drei Tipps für Sofortmassnahmen:

  1. Twitter als Pulsmesser. Man muss unbedingt selber auf Twitter aktiv sein. Ein Monitoring (bspw. Google Alerts, Twitter Search, kritische Blogs abonnieren) aufbauen, zuhören und mitreden.
  2. Ist das Unternehmen in einem Shitstorm, keine allgemeinen PR-Image-Aussagen platzieren. Nichts überhasten, Kommentare lesen und überlegt reagieren.
  3. Ohne Medien gibt es keinen Shitstorm. Ein Thema erreicht dann den Peak, wenn es auch in den traditionellen Medien aufgenommen wird.

Weiterführende Links:

  • Die Folien zum Referat von Dominik und Daniel auf Slideshare.
  • Das vollständige Script «Shitstorm for Dummies: 10 Tipps, wie ich einen Shitstorm starte. 10 Tricks, was ich dagegen tun kann» (PDF) auf Anfrage bei Daniel Graf (dg@feinheit.ch) erhältlich.

Text: Dominik Allemann

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Bilder von Nell Andris

 

Dienstag, 5. Juni 2012 18.30